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Was kostet ein IT-Dienstleister im Monat? Pauschale, Stundensatz und Vertrag
Was kostet ein IT-Dienstleister im Monat? Stundensätze von 80 bis 180 Euro netto, Pauschalen von 500 bis 5.000 Euro netto und Reaktionszeiten im Überblick.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Stundensätze liegen zwischen 80 und 180 Euro netto, mit 19 Prozent MwSt. also zwischen 95,20 und 214,20 Euro brutto.
- Monatspauschalen reichen von 500 bis 5.000 Euro netto, das sind 595 bis 5.950 Euro brutto.
- Anfahrtspauschalen betragen 30 bis 120 Euro netto, also 35,70 bis 142,80 Euro brutto.
- Zugesagte Reaktionszeiten liegen zwischen 1 und 24 Stunden.
- Alle Preise sind Nettobeträge; die Umsatzsteuer von 19 Prozent wird gesondert berechnet und ausgewiesen.
Stundensätze von 80 bis 180 Euro netto
Ein IT-Dienstleister rechnet nach Aufwand ab, wenn kein Pauschalvertrag besteht. Der Stundensatz hängt von der Qualifikation des Technikers und vom Thema ab. Für Standard-Support an Arbeitsplätzen rufen Systemhäuser 80 bis 120 Euro netto je Stunde auf. Spezialisten für Netzwerk, Server oder Informationssicherheit kosten 130 bis 180 Euro netto.
Bei 19 Prozent Umsatzsteuer ergeben sich aus 80 Euro netto 95,20 Euro brutto. Ein Spezialist zu 180 Euro netto kostet 214,20 Euro brutto je Stunde. Bemessungsgrundlage ist immer der Nettobetrag.
Kleine Aufträge unterhalb einer vollen Stunde werden häufig aufgerundet. Diese Regel steht im Vertrag oder in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Bei weiter Anfahrt tritt eine Anfahrtspauschale an die Stelle der abgerechneten Fahrtzeit.
Monatspauschale von 500 bis 5.000 Euro netto
Die Monatspauschale deckt eine feste Leistungsmenge ab, etwa Nutzerbetreuung, Patchmanagement und Überwachung der Server. Die Höhe richtet sich nach der Zahl der Arbeitsplätze und dem Umfang der verwalteten Systeme.
Für kleine Umgebungen beginnen die Pauschalen bei 500 Euro netto monatlich, das sind 595 Euro brutto. Mittelständische Umgebungen mit Servern, Netzkomponenten und Sicherheitssystemen liegen zwischen 1.500 und 5.000 Euro netto, also 1.785 bis 5.950 Euro brutto.
Auf zwölf Monate gerechnet ergibt die Untergrenze 6.000 Euro netto und die Obergrenze 60.000 Euro netto im Jahr. Brutto sind das 7.140 Euro und 71.400 Euro.
| Leistung | Spanne netto | Brutto bei 19 % MwSt. |
|---|---|---|
| Stundensatz Standardsupport | 80 bis 120 Euro | 95,20 bis 142,80 Euro |
| Stundensatz Spezialist | 130 bis 180 Euro | 154,70 bis 214,20 Euro |
| Monatspauschale kleine Umgebung | 500 bis 1.500 Euro | 595 bis 1.785 Euro |
| Monatspauschale mittlere Umgebung | 1.500 bis 5.000 Euro | 1.785 bis 5.950 Euro |
| Anfahrtspauschale | 30 bis 120 Euro | 35,70 bis 142,80 Euro |
Nicht abgedeckte Leistungen rechnet der Dienstleister zusätzlich nach Stundensatz ab. Beispiele sind Neuinstallationen, der Umzug von Arbeitsplätzen und Projektarbeit. Welche Leistungen enthalten sind, steht im Dienstleistungsverzeichnis. Dieses Verzeichnis ist der wichtigste Teil des Vertrags.
Die BSI-Hinweise für Unternehmen und Organisationen fassen zusammen, welche organisatorischen Pflichten Betriebe bei Sicherheitsvorfällen treffen.
Anfahrtspauschale, Reaktionszeit und Vertragslaufzeit
Anfahrtspauschalen liegen zwischen 30 und 120 Euro netto. Die Untergrenze gilt für Kunden in der Nähe des Systemhauses, die Obergrenze für entfernte Standorte oder Einsätze außerhalb der Geschäftszeiten. Mit 19 Prozent MwSt. sind das 35,70 bis 142,80 Euro brutto. Manche Anbieter rechnen stattdessen die Fahrtzeit zum Stundensatz ab.
Reaktionszeiten bemessen die Zeit bis zur ersten qualifizierten Rückmeldung, nicht bis zur Behebung. Vereinbarte Werte reichen von einer Stunde im Premiumservice bis zu 24 Stunden im Standardservice. Die Wiederherstellungszeit wird getrennt zugesagt. Werden beide Größen vermischt, entstehen Nachträge.
Übliche Vertragslaufzeiten beginnen bei 12 Monaten und reichen bis 36 Monate. Kündigungsfristen von drei Monaten zum Laufzeitende sind verbreitet. Preisanpassungsklauseln sollten eine Obergrenze je Jahr nennen.
Welche technischen und organisatorischen Maßnahmen Betriebe dokumentieren sollten, beschreibt die DIHK-Praxishilfe Cybersicherheit.
Rechenbeispiel: 20 Arbeitsplätze über zwölf Monate
Beispielrechnung für ein Unternehmen mit 20 Arbeitsplätzen, alle Beträge netto:
- Monatspauschale 1.800 Euro mal 12 Monate ergibt 21.600 Euro.
- Acht Stunden Netzwerktechnik zu 150 Euro ergeben 1.200 Euro.
- Vier Anfahrtspauschalen zu 60 Euro ergeben 240 Euro.
Die Summe beträgt 23.040 Euro netto im Jahr. Das sind 1.920 Euro netto monatlich und mit 19 Prozent MwSt. 27.417,60 Euro brutto jährlich. Pauschale und Einzelabrechnung wirken also zusammen. Im Angebot sollten beide Positionen getrennt ausgewiesen sein.
Bitkom veröffentlicht Marktdaten zur IT-Ausstattung deutscher Unternehmen. Diese Daten helfen einzuschätzen, welche Systeme zu betreuen sind.
Häufige Fragen
Was kostet ein IT-Dienstleister im Monat für fünf Arbeitsplätze?
Mit einer Pauschale von 500 bis 800 Euro netto ist zu rechnen. Das entspricht 595 bis 952 Euro brutto monatlich.
Welche Reaktionszeit ist für ein KMU angemessen?
Für intern genutzte Systeme reichen 24 Stunden häufig aus. Für Kassensysteme und Produktionsnetze sind 1 bis 4 Stunden sinnvoll.
Wie hoch ist die Umsatzsteuer auf IT-Dienstleistungen?
Es gilt der Regelsteuersatz von 19 Prozent. Er wird auf den Nettobetrag aufgeschlagen.
Sollte ich Pauschale oder Stundensatz vereinbaren?
Bei gleichbleibendem Betreuungsaufwand bietet sich die Pauschale an. Für Projektarbeit und seltene Spezialfälle eignet sich der Stundensatz.
Welche Vertragslaufzeit ist üblich?
24 Monate sind der häufigste Wert. Bei längerer Laufzeit fallen die Monatsraten meist niedriger aus als bei 12 Monaten.