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Teil von Datenspeicher im Betrieb planen: NAS, SAN und Cloud nach Kriterien auswählen

Was kostet ein Datenspeicher im Betrieb? Kauf, Betrieb und Wartung in Euro

Was kostet ein Datenspeicher im Betrieb? Kaufpreise von 1.200 bis 20.000 Euro, Wartung mit 5 bis 15 Prozent im Jahr, Stromverbrauch und Cloud-Preise im Überblick.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Anschaffung: 1.200 bis 20.000 Euro netto, abhängig von Klasse und Kapazität.
  • Wartung und Support: 5 bis 15 Prozent des Kaufpreises pro Jahr.
  • Strom: 100 bis 600 kWh pro Jahr, das sind etwa 30 bis 180 Euro.
  • Cloud-Speicher: 8 bis 30 Euro netto je Nutzer und Monat.
  • Über fünf Jahre übersteigen die Betriebskosten häufig den Kaufpreis.

Anschaffung: Zwischen 1.200 und 20.000 Euro netto

Der Einstieg beginnt bei rund 1.200 Euro netto. In dieser Klasse arbeiten Geräte mit vier bis acht Terabyte und zwei oder vier Einschüben. Sie versorgen fünf bis zehn Arbeitsplätze.

Für 2.500 bis 8.000 Euro netto gibt es NAS-Systeme mit 16 bis 48 Terabyte und Redundanz. Synologys Produktübersicht führt Ausstattung und technische Daten der Modelle auf.

Im oberen Bereich liegen Server- und SAN-Systeme. Sie kosten 8.000 bis 20.000 Euro netto, mit Hochverfügbarkeit auch mehr. NetApps Produktseiten zu SAN- und Speicherlösungen dokumentieren Aufbau und Leistung solcher Systeme.

Die folgende Tabelle ordnet die vier Klassen ein.

Klasse Kapazität Kaufpreis netto Einsatz
Kompakt-NAS 4 bis 8 TB 1.200 bis 2.500 Euro 5 bis 10 Arbeitsplätze
Büro-NAS 16 bis 48 TB 2.500 bis 8.000 Euro 20 bis 50 Arbeitsplätze
Server-Speicher 50 bis 200 TB 8.000 bis 20.000 Euro Abteilungen, virtuelle Maschinen
SAN-System ab 100 TB über 20.000 Euro Rechenzentrum, Hochverfügbarkeit

Hinzu kommen Kosten für Einrichtung und Erstkonfiguration. Deren Höhe hängt vom Aufwand im Betrieb ab. Für die Kalkulation setzen viele Häuser einen internen Stundensatz an.

Wartung: 5 bis 15 Prozent des Kaufpreises pro Jahr

Hersteller und Dienstleister berechnen für Wartung und Support jährlich 5 bis 15 Prozent des Kaufpreises. Bei einem Gerät für 4.000 Euro netto sind das 200 bis 600 Euro pro Jahr.

Der Vertrag regelt mehr als die Platten. Typisch sind Softwareupdates, Fernzugriff, Ersatzteilversand und feste Reaktionszeiten.

Ein Service rund um die Uhr kostet den oberen Satz. Wer Platten selbst tauscht und Ersatz vorhält, kommt mit 5 Prozent aus.

Der IT-Grundschutz des BSI enthält Bausteine zur Datensicherung und zur Notfallvorsorge. Er hilft, Wiederanlaufzeiten und Ersatzteillager vertraglich festzuhalten.

Strom: 100 bis 600 kWh pro Jahr

Ein NAS mit vier Einschüben braucht im Dauerbetrieb 20 bis 60 Watt. Über das Jahr sind das 175 bis 525 kWh.

Kleinere Geräte mit einem Laufwerk kommen auf rund 100 kWh. Bei einem Arbeitspreis von 30 Cent je Kilowattstunde zahlt der Betrieb 30 bis 180 Euro im Jahr.

Wer den Speicher nachts abschaltet, spart wenig. Sicherungen und Updates laufen meist außerhalb der Arbeitszeit.

Server- und SAN-Systeme liegen darüber, weil Netzteile, Lüfter und Plattenlaufwerke mehr Leistung ziehen. Hinzu kommen Verluste der unterbrechungsfreien Stromversorgung.

Rechenbeispiel: Fünf Jahre Büro-NAS

Angenommen werden ein NAS für 4.000 Euro netto, ein Wartungsvertrag mit 10 Prozent und ein Verbrauch von 300 kWh bei 30 Cent je Kilowattstunde.

  1. Kauf: 4.000 Euro netto.
  2. Wartung: 400 Euro netto pro Jahr, in fünf Jahren 2.000 Euro.
  3. Strom: 90 Euro pro Jahr, in fünf Jahren 450 Euro.
  4. Summe über fünf Jahre: 6.450 Euro netto.

Personalaufwand, Abschreibung und Ausfallkosten sind nicht enthalten. Zum Vergleich: Zehn Nutzer in der Cloud kosten über fünf Jahre 4.800 bis 18.000 Euro netto.

Was die Betriebskosten zusätzlich erhöht

  • Personal für Einrichtung, Updates und Wiederherstellung
  • Ersatzgerät oder Zweitsystem für den Ausfall
  • Batterien der unterbrechungsfreien Stromversorgung
  • Sicherungsmedien wie Band oder Wechselplatten
  • Anbindung an das Betriebsnetz

Diese Posten stehen selten im Angebot des Herstellers. Sie entscheiden aber über die Wirtschaftlichkeit. Kalkulieren Sie sie über die geplante Nutzungsdauer von fünf Jahren.

Cloud-Speicher: 8 bis 30 Euro netto je Nutzer und Monat

Alternativen aus der Cloud kosten 8 bis 30 Euro netto je Nutzer und Monat. Für zehn Beschäftigte sind das 960 bis 3.600 Euro im Jahr.

Der Kaufpreis entfällt, ebenso Wartung und Strom. Dafür steigen die Kosten mit jeder weiteren Person, und die Daten liegen bei einem Dienstleister.

Die Empfehlungen des BSI zu Cloud-Computing nennen Kriterien für Auswahl und Absicherung. Dazu gehören Verschlüsselung, Löschkonzept und Vertragsgestaltung.

Bei kleinen Datenmengen ist die Cloud häufig günstiger. Ab einigen Terabyte kehrt sich der Vergleich oft um, weil dann Bandbreite und Anbindung ins Gewicht fallen.

Häufige Fragen

Was kostet ein Datenspeicher im ersten Jahr?

Bei einem Kaufpreis von 4.000 Euro netto kommen Wartung und Strom hinzu. Im ersten Jahr sind das rund 4.500 Euro netto, wenn der Wartungsvertrag 400 Euro und der Strom 90 Euro kostet.

Wie hoch sind die jährlichen Wartungskosten?

Sie liegen zwischen 5 und 15 Prozent des Kaufpreises. Bei 12.000 Euro netto sind das 600 bis 1.800 Euro pro Jahr.

Wie viel Strom verbraucht ein NAS im Dauerbetrieb?

Je nach Größe 100 bis 600 kWh pro Jahr. Das entspricht bei 30 Cent je Kilowattstunde etwa 30 bis 180 Euro.

Ab wann lohnt sich Cloud-Speicher?

Bei wenigen Nutzern und kleinen Datenmengen. Zehn Arbeitsplätze kosten dort 960 bis 3.600 Euro netto im Jahr, ohne Kauf und Wartung.

Muss ein Datenspeicher redundant ausgelegt sein?

Ja, wenn Ausfälle den Betrieb treffen. RAID schützt vor dem Ausfall einzelner Platten, nicht vor Feuer oder versehentlicher Löschung. Eine zweite Kopie an einem anderen Ort deckt diesen Fall ab.

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