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Teil von Betriebsnetze einrichten: VLAN, WLAN und Firewall für kleine Unternehmen
Was kostet ein Betriebsnetz für 20 Arbeitsplätze? Planung, Hardware und Betrieb
Was kostet ein Betriebsnetz für 20 Arbeitsplätze? Preisspannen für Hardware, Planung und Betrieb, Stundensätze und eine Beispielrechnung netto und brutto.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Hardware kostet 1.200 bis 6.000 Euro netto.
- Planung und Einrichtung kosten 1.500 bis 5.000 Euro netto.
- Der laufende Betrieb kostet 200 bis 800 Euro netto pro Monat.
- Technikdienstleister verlangen 80 bis 150 Euro netto pro Stunde.
- Auf jeden Nettobetrag kommen 19 Prozent Umsatzsteuer.
Hardware: 1.200 bis 6.000 Euro netto
Ein Betriebsnetz für 20 Arbeitsplätze besteht aus mindestens einem Switch, der Verkabelung, Access Points, einer Firewall und einem Serverschrank. Die Hardware kostet 1.200 bis 6.000 Euro netto.
Die Spanne entsteht durch die Leistungsklasse der Geräte: Ein 24-Port-Switch mit Gigabit kostet weniger als ein stapelbarer Switch mit Power over Ethernet, VLAN und redundantem Netzteil. Cisco listet Switches für Betriebsnetze in mehreren Leistungsklassen.
Typische Positionen und ihre Preisspannen netto:
| Position | Preis netto |
|---|---|
| Switch, 24 Port, Gigabit | 150 bis 800 Euro |
| Patchfeld, Dosen, Kabel | 300 bis 1.500 Euro |
| WLAN Access Points | 200 bis 1.200 Euro |
| Firewall oder Router | 300 bis 1.500 Euro |
| Serverschrank mit USV | 250 bis 1.000 Euro |
Netgear führt Business-Netzwerkprodukte für kleine und mittlere Unternehmen, darunter Switches mit PoE und Access Points. Die Preise schwanken nach Lieferzeit und Händler.
Wer nur Büroarbeitsplätze mit E-Mail und Dateizugriff versorgt, bleibt am unteren Rand. Wer zusätzlich Sprachtelefonie über das Netz, ein Gäste-WLAN und getrennte Netze braucht, zahlt 5.000 bis 6.000 Euro netto für Hardware.
Fehlen Kabelkanäle oder Doppelboden, wandert die Position Patchfeld, Dosen, Kabel an den oberen Rand der Spanne.
Planung und Einrichtung: 1.500 bis 5.000 Euro netto
Die Einrichtung umfasst Bestandsaufnahme, Netzplan, Verkabelung, Konfiguration, Dokumentation und Abnahme. Technikdienstleister rechnen nach Stunden ab, mit Sätzen von 80 bis 150 Euro netto.
Bei 20 Arbeitsplätzen fallen dafür meist 20 bis 40 Stunden an. Das ergibt 1.600 bis 6.000 Euro netto.
In der Praxis liegen die Angebote zwischen 1.500 und 5.000 Euro netto, weil viele kleine Betriebe Verkabelung und Dokumentation selbst übernehmen. Zu den Aufgaben gehören:
- Netzplan mit IP-Adressen, VLAN und WLAN-Abdeckung
- Verkabelung mit Messprotokoll je Dose
- Firewall-Regeln und getrenntes Gäste-WLAN
- Passwort- und Berechtigungskonzept
- Übergabe-Dokumentation mit Zugangsdaten
Für die Kalkulation hilft ein Blick auf die Markt- und Beschaffungsdaten, die der Bitkom in seiner Mediathek bereitstellt.
Plane für unerwartete Arbeiten eine Reserve von 10 bis 15 Prozent der Einrichtungskosten ein. Vergleiche mindestens drei Angebote. Achte darauf, ob Verkabelung, Messprotokoll und Dokumentation enthalten sind. Fehlende Positionen tauchen später als Nachtrag auf.
Laufender Betrieb: 200 bis 800 Euro netto pro Monat
Der Betrieb umfasst Monitoring, Firmware-Updates, Störungsannahme, Ersatzgeräte und die Pflege der Konfiguration. Kleine Unternehmen zahlen dafür 200 bis 800 Euro netto pro Monat.
Am unteren Rand steht ein Wartungsvertrag mit Reaktionszeit am nächsten Werktag. Am oberen Rand steht eine Betreuung mit vier Stunden Reaktionszeit und Vor-Ort-Service.
Das BSI gibt Empfehlungen zu Server- und Zugriffssicherheit, die auch für kleine Netze gelten. Danach sollen Komponenten nur die nötigen Dienste anbieten und Fernzugänge abgesichert sein.
Zur Dokumentation gehört ein Netzplan, der nach jeder Änderung aktualisiert wird. Ohne ihn verlängert sich jede Störungsbehebung, was die Rechnung erhöht.
Reaktionszeit und Vertragslaufzeit
Die Monatspauschale hängt an der Reaktionszeit, den Servicezeiten und der Laufzeit. Ein Vertrag über 12 Monate kostet mehr pro Monat als ein Vertrag über 36 Monate.
Enthaltene Ersatzgeräte und Vor-Ort-Einsätze erhöhen den Preis, weil der Dienstleister Ersatzhardware vorhält.
Alle Beträge sind Nettobeträge, die Umsatzsteuer von 19 Prozent kommt hinzu. Frage im Angebot nach, welche Leistungen in der Pauschale stecken und welche zusätzlich berechnet werden.
Beispielrechnung für 20 Arbeitsplätze
Beispiel, alle Beträge netto: Hardware 3.200 Euro, Planung und Einrichtung 2.400 Euro aus 20 Stunden zu 120 Euro, Betrieb 350 Euro pro Monat.
Im ersten Jahr ergibt das 3.200 + 2.400 + 4.200 = 9.800 Euro netto. Mit 19 Prozent Umsatzsteuer sind es 11.662 Euro brutto.
Ab dem zweiten Jahr bleiben 4.200 Euro netto pro Jahr. Steigt die Betreuung auf 800 Euro pro Monat, liegen die laufenden Kosten bei 9.600 Euro netto im Jahr.
Häufige Fragen
Was kostet ein Betriebsnetz für 20 Arbeitsplätze im ersten Jahr?
Addiere Hardware 1.200 bis 6.000 Euro, Planung 1.500 bis 5.000 Euro und zwölf Monatsbeiträge von 200 bis 800 Euro. Das sind netto 5.100 bis 20.600 Euro, mit 19 Prozent Umsatzsteuer 6.069 bis 24.514 Euro brutto.
Sind die Kosten einmalig oder laufend?
Hardware und Einrichtung fallen einmalig an, der Betrieb monatlich. Auch ohne Störung läuft der Vertrag weiter.
Wie hoch ist der Stundensatz eines Technikdienstleisters?
Für Planung, Einrichtung und Störungsbehebung rechnen Dienstleister 80 bis 150 Euro netto pro Stunde ab. Auf den Nettobetrag kommt die Umsatzsteuer.
Welche Posten lassen sich senken?
Ein Switch ohne PoE, Eigenleistung bei der Verkabelung und eine längere Reaktionszeit im Vertrag senken die Kosten. Die Verkabelung bleibt die Grundlage für spätere Erweiterungen.
Warum schwankt der Preis für die Hardware so stark?
Leistungsklasse, Portzahl, PoE und Managementfunktionen bestimmen den Preis. Lieferzeiten und Händlerrabatte verschieben ihn um mehrere hundert Euro.