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Teil von Datensicherung kleiner Betriebe aufbauen: Konzept, Medien und Wiederherstellung
Was kostet Datensicherung im kleinen Betrieb? Hardware, Cloud und Notfall
Was kostet Datensicherung im kleinen Betrieb? Der Artikel beziffert NAS, Cloud-Backup, externe Festplatten und Notfallwiederherstellung mit konkreten Preisen.
Das Wichtigste auf einen Blick
- NAS-Hardware kostet 300 bis 2.000 Euro netto, je nach Laufwerken und Leistung.
- Cloud-Backup liegt bei 5 bis 25 Euro netto pro Nutzer und Monat.
- Externe Festplatten kosten 60 bis 250 Euro netto.
- Notfallwiederherstellung kostet 500 bis 5.000 Euro netto pro Vorfall.
- Regelmäßige Sicherung ist billiger als ein langer Betriebsstillstand.
Kleine Betriebe sichern Daten auf NAS-Systemen, externen Festplatten oder in der Cloud. Die Kosten hängen von der Datenmenge, der Anzahl der Arbeitsplätze und den Anforderungen an die Wiederherstellung ab. Dieser Text nennt konkrete Preisspannen und vergleicht Aufwand mit Ertrag.
Was Hardware für die Datensicherung kostet
Ein NAS für kleine Betriebe kostet 300 bis 2.000 Euro netto. Der Preis steigt mit Anzahl der Laufwerke, Prozessorleistung und Netzwerkanschluss. Ein Modell wie das Synology DS923+ liegt im oberen Bereich dieser Spanne. Die Produktseite von Synology zum NAS DS923+ listet das Gerät und passendes Zubehör.
Für kleine Betriebe reicht oft ein NAS mit zwei Laufwerken und 8 Terabyte Speicher. Die Laufwerke kosten zusätzlich 80 bis 200 Euro netto pro Stück. Ein Technikdienstleister berechnet für Einrichtung und Einbindung 200 bis 600 Euro netto. Ohne Einrichtung und Test bleibt eine Sicherung wertlos. Planen Sie jährlich 100 bis 300 Euro netto für Prüfung und Anpassung ein.
Externe Festplatten kosten 60 bis 250 Euro netto. Sie eignen sich für eine zweite Kopie, nicht als einzige Sicherung. Das BSI empfiehlt in seinen Hinweisen zu Servern, Speicher und Zugriffe getrennt abzusichern. Wer nur eine Platte anschließt, riskiert bei Ransomware den Verlust aller Kopien.
Cloud-Backup: monatliche Kosten pro Nutzer
Cloud-Backup kostet 5 bis 25 Euro netto pro Nutzer und Monat. Der Preis richtet sich nach Speicherplatz, Aufbewahrungszeit und Support. Anbieter wie Backblaze werben mit monatlichen Preisen pro Rechner. Die hiesigen Angebote bleiben meist im genannten Rahmen.
Bei 20 Nutzern liegen die monatlichen Kosten zwischen 100 und 500 Euro netto. Im Jahresvergleich sind das 1.200 bis 6.000 Euro netto. Dafür entfallen Wartung und Hardwarepflege vor Ort. Viele Anbieter verlangen zusätzlich für Support und erweiterte Aufbewahrung. Rechnen Sie mit 10 bis 30 Prozent Aufschlag auf den Basispreis.
Das BSI nennt in den Empfehlungen zu Cloud-Computing Kriterien für Auswahl und Absicherung. Dazu zählen Verschlüsselung, Rechenzentrumsstandort und vertragliche Regelungen zur Wiederherstellung. Ein Cloud-Backup ersetzt keine lokale Kopie, sondern ergänzt sie.
Notfallwiederherstellung: Was der Ernstfall kostet
Die Wiederherstellung nach einem Ausfall kostet 500 bis 5.000 Euro netto. Der Preis hängt davon ab, ob Daten von defekten Laufwerken rekonstruiert werden müssen. Ein Dienstleister berechnet für Notfalleinsätze oft zusätzliche Stunden. Ohne Sicherung drohen längere Ausfallzeiten und höhere Kosten.
Für die Wiederherstellung aus der Cloud berechnen Dienstleister oft 80 bis 150 Euro netto pro Stunde. Ein Notfall kann 10 bis 40 Stunden dauern. Ein Ausfall von zwei Arbeitstagen kann bei zehn Mitarbeitern 5.000 bis 15.000 Euro netto kosten. Diese Schätzung umfasst Lohnkosten, entgangene Aufträge und Nacharbeit. Eine geprüfte Sicherung senkt das Risiko und die Versicherungsprämie.
Kostenübersicht als Tabelle
Checkliste für die Planung: Datenmenge und Änderungsrate erfassen, Wiederherstellungszeit festlegen, Aufbewahrungsfristen klären, Verantwortliche benennen, Testintervall bestimmen.
| Baustein | Kosten netto | Zeitraum |
|---|---|---|
| NAS-Hardware | 300 bis 2.000 Euro | einmalig |
| Externe Festplatte | 60 bis 250 Euro | einmalig |
| Cloud-Backup | 5 bis 25 Euro | pro Nutzer und Monat |
| Notfallwiederherstellung | 500 bis 5.000 Euro | pro Vorfall |
Beispielrechnung für zehn Arbeitsplätze
Beispiel: Ein Betrieb sichert zehn Arbeitsplätze. Ein NAS kostet 800 Euro netto, zwei externe Festplatten kosten 200 Euro netto, Cloud-Backup kostet 10 Euro netto pro Nutzer und Monat, also 1.200 Euro netto pro Jahr. Die Anfangsinvestition liegt bei 1.000 Euro netto. Im ersten Jahr entstehen 2.200 Euro netto Gesamtkosten. Eine Notfallwiederherstellung kostet 2.000 Euro netto. Die Sicherung ist damit günstiger als ein Ausfall.
Bei 20 Arbeitsplätzen verdoppeln sich die Cloud-Kosten auf 2.400 Euro netto pro Jahr. Ein NAS mit 16 Terabyte kostet 1.500 Euro netto. Die Gesamtkosten liegen dann bei 4.100 Euro netto im ersten Jahr. Die Amortisation liegt bei einem vermiedenen Ausfall. Schon ein verhinderter Stillstand von einem Tag rechtfertigt die Jahreskosten.
Häufige Fragen
Was kostet Datensicherung im kleinen Betrieb mindestens?
Eine externe Festplatte kostet 60 Euro netto. Cloud-Backup beginnt bei 5 Euro netto pro Nutzer und Monat. Ein NAS startet bei 300 Euro netto.
Reicht eine externe Festplatte als Datensicherung?
Nein. Eine einzelne Kopie schützt nicht vor Diebstahl, Feuer oder Ransomware. Das BSI empfiehlt getrennte Speicher und regelmäßige Prüfung der Sicherungen. Besser sind drei Kopien auf zwei Medien, eine davon extern.
Was kostet Notfallwiederherstellung?
Die Wiederherstellung durch einen Dienstleister kostet 500 bis 5.000 Euro netto pro Vorfall. Bei physischen Schäden und verschlüsselten Systemen liegt der Preis am oberen Ende.
Lohnt sich Cloud-Backup für wenige Mitarbeiter?
Bei fünf Nutzern kostet Cloud-Backup 25 bis 125 Euro netto pro Monat. Das ist planbar und ohne eigene Serverwartung. Wer sensible Daten lokal halten muss, kombiniert Cloud und NAS. Ein Anbieterwechsel ist mit Migrationskosten von 200 bis 500 Euro netto verbunden.